Caesar-Chiffre online – verschlüsseln/entschlüsseln

Caesar-Verschlüsselung online: Text mit 1 bis 25 Stellen ver- und entschlüsseln. Mit Alphabettabelle, Beispielen und Erklärung zum Lösen.

Hat Caesar diese Chiffre wirklich benutzt?

Was ist die Caesar-Chiffre?

Die Caesar-Chiffre ist eine einfache Substitutionschiffre. Jeder Buchstabe des Klartexts wird durch einen Buchstaben ersetzt, der im Alphabet um eine feste Zahl von Stellen verschoben ist. Diese Zahl ist der Schlüssel, mit dem die Nachricht verschlüsselt und wieder lesbar gemacht wird.

Wie funktioniert die Verschiebung?

Jeder Buchstabe wird um so viele Stellen weiterbewegt, wie der Schlüssel vorgibt. Nach Z beginnt das Alphabet wieder bei A. Mit Schlüssel 3 wird A zu D, B zu E und X durch den Übergang zum Anfang zu A.

Beispiel mit Schlüssel 3

Werden alle Buchstaben von „REBUS“ um 3 Stellen verschoben, entsteht „UHEXV“: R→U, E→H, B→E, U→X und S→V. Das Beispiel lässt sich mit dem Werkzeug oben direkt nachvollziehen.

Vollständige Alphabettabelle für Schlüssel 3

Die obere Zeile zeigt die Buchstaben des Klartexts, die untere ihre Ersetzungen. Die Tabelle verwendet das vom Werkzeug unterstützte lateinische Alphabet mit 26 Buchstaben.

Alphabet der Caesar-Chiffre mit Verschiebung 3
KlartextABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
GeheimtextDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZABC
Wie wird der Text entschlüsselt?

Zum Entschlüsseln wird in die entgegengesetzte Richtung verschoben. Wurde Schlüssel 3 verwendet, geht jeder Geheimtextbuchstabe 3 Stellen zurück. U wird zu R, H zu E und vor A läuft die Zählung am Alphabetende weiter.

ROT13 und die Caesar-Chiffre

ROT13 ist eine besondere Caesar-Verschiebung um 13 Stellen. Da das lateinische Alphabet 26 Buchstaben hat, stellt eine zweite Anwendung von ROT13 den Ausgangstext wieder her. Das eignet sich für Spoiler, nicht für Datensicherheit.

Wie lässt sich die Caesar-Chiffre knacken?

Es müssen nur die 25 Verschiebungen ungleich null getestet und das sprachlich sinnvolle Ergebnis gewählt werden. Bei längeren Texten hilft zusätzlich die Buchstabenhäufigkeit. Vertrauliche Informationen darf die Methode nicht schützen.

Warum ist die Caesar-Chiffre unsicher?

Der Schlüsselraum ist winzig, gleiche Buchstaben ergeben immer den gleichen Geheimtextbuchstaben und typische Sprachmuster bleiben sichtbar. Ein moderner Computer kann alle möglichen Verschiebungen nahezu sofort prüfen.

Siehe auch: Vigenère-Chiffre · AES‑256‑GCM-Chiffre

Geschichte der Caesar-Chiffre

Die Methode ist nach Julius Caesar benannt, der mit einem verschobenen Alphabet in militärischer Korrespondenz in Verbindung gebracht wird. Heute dient sie vor allem als Einstieg in Kryptografie und modulare Arithmetik.

Caesar-Chiffrierscheibe zum Ausdrucken

Ein A4-Blatt mit zwei Scheiben zum Ausschneiden und Zusammensetzen sowie einer kurzen Anleitung für Unterricht und Zuhause.