AES‑256‑GCM-Chiffre online – verschlüsseln/entschlüsseln
AES-256-GCM online: Text mit Passwort und PBKDF2 (600 000 Iterationen) ver- und entschlüsseln. Alles wird lokal im Browser berechnet.
Wie werden Nachrichten heute wirklich geschützt?
Was ist AES-256-GCM?
AES-256-GCM ist ein moderner Standard für authentifizierte Verschlüsselung. Er arbeitet mit Bytes statt mit Buchstaben des Alphabets, verwendet einen 256-Bit-Schlüssel und erzeugt neben den verschlüsselten Daten ein Tag, das jede spätere Änderung der Nachricht erkennt.
Wie wird aus einem Passwort ein Schlüssel?
Ein Passwort lässt sich nicht direkt verwenden, deshalb schickt das Werkzeug es durch PBKDF2 mit SHA-256 und 600 000 Iterationen, zusammen mit einem zufälligen 16-Byte-Salt. Daraus entsteht ein 256-Bit-Schlüssel. Die hohe Iterationszahl bremst das Durchprobieren von Passwörtern absichtlich aus.
Warum liefert derselbe Text ein anderes Ergebnis?
Bei jeder Verschlüsselung werden ein neues Salt und ein neuer 12-Byte-IV gezogen, sodass dieselbe Nachricht mit demselben Passwort jedes Mal anders aussieht. Das ist beabsichtigt: Niemand kann erkennen, dass zwei Geheimtexte denselben Inhalt verbergen.
Was enthält das verschlüsselte Ergebnis?
Die Ausgabe besteht aus fünf durch Punkte getrennten Teilen: der Formatkennung RBAES1, der Iterationszahl, dem Salt, dem IV sowie dem eigentlichen Geheimtext samt einem 128-Bit-Authentifizierungstag. Salt und IV sind nicht geheim — sie müssen mit der Nachricht reisen, damit der Empfänger den Schlüssel wiederherstellen kann.
Wie wird eine Nachricht entschlüsselt?
Füge die vollständige Zeichenkette samt Kennung RBAES1 ein und gib dasselbe Passwort an. Das Werkzeug liest Salt und IV, leitet den Schlüssel erneut ab und prüft das Authentifizierungstag. Ist das Passwort falsch oder wurde auch nur ein Zeichen des Geheimtexts verändert, endet der Vorgang mit einem Fehler statt mit verfälschtem Text.
Worin AES sich von klassischen Chiffren unterscheidet
Caesar oder Vigenère verschieben Buchstaben des Alphabets und erhalten die Struktur der Sprache. AES arbeitet mit Bytes, durchmischt die Daten über viele Runden und erzeugt eine von Zufall nicht unterscheidbare Ausgabe. Der zweite wesentliche Unterschied ist GCM: Klassische Chiffren wissen nicht, ob eine Nachricht unterwegs ausgetauscht wurde.
Siehe auch: Caesar-Chiffre · Vigenère-Chiffre
Wie wählt man das Passwort?
Die Sicherheit des ganzen Vorgangs hängt am Passwort — das Werkzeug verlangt mindestens 12 Zeichen, doch kurze und gängige Passwörter bleiben das schwächste Glied. Am besten eignet sich eine lange, zufällige Passphrase aus einem Passwortmanager. Gib das Passwort über einen anderen Kanal weiter als den Geheimtext und häng es niemals an einen geteilten Link.
Lässt sich AES-256 knacken?
Praktische Angriffe auf den Algorithmus selbst sind nicht bekannt; den Raum der 256-Bit-Schlüssel abzusuchen liegt jenseits heutiger und absehbarer Technik. In der Praxis bricht man nicht die Chiffre, sondern ihr Umfeld: ein schwaches Passwort, ein infiziertes Gerät, ein unbedachter Weg zur Passwortübergabe oder eine irgendwo gespeicherte Kopie des Klartexts.
Geschichte von AES und des GCM-Modus
Der von Joan Daemen und Vincent Rijmen entworfene Algorithmus Rijndael gewann einen offenen Wettbewerb des US-amerikanischen NIST und wurde 2001 als Standard AES verkündet. Den GCM-Modus entwickelten später David McGrew und John Viega; NIST bestätigte ihn 2007 und verband so schnelle Verschlüsselung mit der Erkennung veränderter Daten.